Per­so­nen­be­för­de­rungs­recht

Anwalt für Personenbeförderungsrecht – Taxi‑, Mietwagen- und Buskonzessionen sichern

Ohne Geneh­mi­gung kein Betrieb: Im Taxi- und Miet­wa­gen­ge­wer­be, im Bus- und Lini­en­ver­kehr hängt die unter­neh­me­ri­sche Exis­tenz an der per­so­nen­be­för­de­rungs­recht­li­chen Kon­zes­si­on – und damit vor allem an der Zuver­läs­sig­keit des Unter­neh­mers. Schon ein Buß­geld­ver­fah­ren, ein Ver­stoß gegen das Min­dest­lohn­ge­setz oder eine straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lung ohne jeden Bezug zum Betrieb kann den Wider­ruf der Geneh­mi­gung nach sich zie­hen. Wir ver­tre­ten Taxi‑, Miet­wa­gen- und Bus­un­ter­neh­men in Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, ver­tei­di­gen gegen Wider­ruf und Ver­sa­gung und über­neh­men die zuge­hö­ri­ge Ver­tei­di­gung in Buß­geld- und Straf­ver­fah­ren. Kanz­lei in Mün­chen, bun­des­weit tätig.

Was regelt das Personenbeförderungsrecht?

Das Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­setz (PBefG) regelt die ent­gelt­li­che oder geschäfts­mä­ßi­ge Beför­de­rung von Per­so­nen – vom öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) über Lini­en- und Rei­se­bus­ver­kehr bis zu Taxi- und Miet­wa­gen­ver­kehr sowie Stra­ßen­bah­nen. Kern des Geset­zes ist die Geneh­mi­gungs­pflicht: Wer beför­dert, braucht eine Kon­zes­si­on, deren Ertei­lung an per­sön­li­che und sach­li­che Vor­aus­set­zun­gen geknüpft ist – ins­be­son­de­re Zuver­läs­sig­keit, finan­zi­el­le Leis­tungs­fä­hig­keit und fach­li­che Eignung.

Wann drohen Versagung oder Widerruf der Taxi- oder Mietwagenkonzession?

Der wich­tigs­te Angriffs­punkt der Behör­den ist die Zuver­läs­sig­keit. Zwei­fel kön­nen sich erge­ben aus straf­recht­li­chen Ver­ur­tei­lun­gen (auch ohne Bezug zum Gewer­be), aus Ord­nungs­wid­rig­kei­ten – etwa Ver­stö­ßen gegen Fahrpersonal‑, Fahr­ten­buch- oder Stand­platz­vor­ga­ben – sowie aus Ver­stö­ßen gegen arbeits- und sozi­al­recht­li­che Pflich­ten wie das Min­dest­lohn­ge­setz oder die Abfüh­rung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen. Wich­tig: Ob sol­che Ver­stö­ße tat­säch­lich die Unzu­ver­läs­sig­keit begrün­den, ist eine Fra­ge des Ein­zel­falls und der Pro­gno­se. Gegen Ver­sa­gung und Wider­ruf kann mit guten Erfolgs­aus­sich­ten vor­ge­gan­gen wer­den – ent­schei­dend ist eine früh­zei­ti­ge, voll­stän­di­ge Auf­ar­bei­tung gegen­über der Behörde.

Die Rückkehrpflicht im Mietwagenverkehr

Miet­wa­gen­un­ter­neh­men müs­sen nach jeder Fahrt grund­sätz­lich zum Betriebs­sitz zurück­keh­ren (§ 49 Abs. 4 PBefG) – die Abgren­zung zum Taxi­ver­kehr ist streng, und Ver­stö­ße gegen die Rück­kehr­pflicht gehö­ren zu den häu­figs­ten Vor­wür­fen der Geneh­mi­gungs­be­hör­den, gera­de im Umfeld von Ver­mitt­lungs­platt­for­men. Für die Fra­ge, ob ein Wider­ruf gerecht­fer­tigt ist, kommt es unter ande­rem auf den Umfang der Ver­stö­ße, ergrif­fe­ne Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men im Betrieb und vor­an­ge­gan­ge­ne Abmah­nun­gen an. Wir ver­tei­di­gen Unter­neh­men in die­sen Ver­fah­ren und bera­ten prä­ven­tiv bei der rechts­si­che­ren Orga­ni­sa­ti­on des Betriebs.

Bußgeld- und Strafverfahren mit Folgen für die Konzession

Buß­geld- und Straf­ver­fah­ren soll­ten nie iso­liert betrach­tet wer­den: Eine rechts­kräf­ti­ge Ver­ur­tei­lung oder ein akzep­tier­ter Buß­geld­be­scheid ent­fal­tet in einem spä­te­ren Wider­rufs­ver­fah­ren fak­tisch Bin­dungs­wir­kung – was dort dann kaum noch zu kor­ri­gie­ren ist. Des­halb gilt: Vor­wür­fe früh­zei­tig anwalt­lich prü­fen las­sen und die Ver­tei­di­gung von Anfang an auf die kon­zes­si­ons­recht­li­chen Fol­gen aus­rich­ten. Wir über­neh­men bei­des aus einer Hand.

Unsere Leistungen im Personenbeförderungsrecht

Beglei­tung von Geneh­mi­gungs- und Ver­län­ge­rungs­an­trä­gen, Ver­tre­tung bei Ver­sa­gung und Wider­ruf von Taxi‑, Miet­wa­gen- und Bus­kon­zes­sio­nen, Ver­tei­di­gung in Buß­geld- und Straf­ver­fah­ren mit per­so­nen­be­för­de­rungs­recht­li­chem Bezug, Bera­tung zu Rück­kehr­pflicht und Betriebs­or­ga­ni­sa­ti­on sowie Ver­tre­tung vor den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten. Ver­wand­te Rechts­ge­bie­te unse­rer Kanz­lei: Gewer­be­recht, Recht der frei­en Beru­fe und Straf­ta­ten aus dem ver­wal­tungs- und agrar­spe­zi­fi­schen Bereich.

Aus­führ­lich: Taxi­kon­zes­si­on: Geneh­mi­gung nach dem PBefG.

Aus­führ­lich: Wider­ruf der Taxi­kon­zes­si­on und Miet­wa­gen­ge­neh­mi­gung.

Aus­führ­lich: Zuver­läs­sig­keit und finan­zi­el­le Leis­tungs­fä­hig­keit.

Aus­führ­lich: Taxi, Miet­wa­gen und die Rück­kehr­pflicht.

Aus­führ­lich: Betriebs­pflicht und Beför­de­rungs­pflicht.

Häufige Fragen zum Personenbeförderungsrecht

Die Behörde will meine Konzession widerrufen – was kann ich tun?

Der Anhö­rung kommt beson­de­re Bedeu­tung zu: Dort lässt sich der Wider­ruf oft noch abwen­den, etwa durch den Nach­weis von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men oder das Aus­räu­men der Vor­wür­fe. Gegen einen Wider­rufs­be­scheid ste­hen Wider­spruch bzw. Kla­ge offen – wegen der wirt­schaft­li­chen Fol­gen häu­fig ver­bun­den mit einem Eilverfahren.

Kann eine private Verurteilung meine Taxi-Konzession gefährden?

Ja. Für die Zuver­läs­sig­keit zählt das Gesamt­bild – auch Ver­ur­tei­lun­gen ohne Bezug zum Gewer­be kön­nen Zwei­fel begrün­den. Umso wich­ti­ger ist es, schon im Straf­ver­fah­ren die kon­zes­si­ons­recht­li­chen Fol­gen mitzudenken.

Was gilt bei Verstößen gegen den Mindestlohn?

Ver­stö­ße gegen das Min­dest­lohn­ge­setz und die Pflicht zur Abfüh­rung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen wer­den von den Geneh­mi­gungs­be­hör­den als gewich­ti­ge Indi­zi­en für Unzu­ver­läs­sig­keit gewer­tet. Neben dem Buß­geld droht also mit­tel­bar der Ver­lust der Konzession.

Muss mein Mietwagen wirklich nach jeder Fahrt zum Betriebssitz zurück?

Grund­sätz­lich ja – außer es liegt schon vor oder wäh­rend der Fahrt ein neu­er Beför­de­rungs­auf­trag vor. Die Details sind streng; wie­der­hol­te Ver­stö­ße gefähr­den die Genehmigung.

Wie schnell muss ich gegen einen Bescheid vorgehen?

Inner­halb eines Monats ab Bekannt­ga­be. Bei sofort voll­zieh­ba­ren Wider­ru­fen soll­te zusätz­lich umge­hend einst­wei­li­ger Rechts­schutz geprüft wer­den, damit der Betrieb wei­ter­lau­fen kann.

Stand: August 2026

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